Dimitri Emelianenko aus Krasnogorsk setzt fränkische Schachjugend matt - 47 Talente bei 1. Höchstadter Jugend-Schnellschachturnier

Die Höchstadter Schachwochen haben mit dem 1. Höchstadter Jugend-Schnellschachturnier einen weiteren Höhenpunkt gefeiert. 47 Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren gingen in Räumen der Ritter-von-Spix-Mittelschule in einem großen Gesamtturnier an die Bretter.
 

Siegerfoto v.l.n.r.: Gesamtsieger Dimitri Emelianenko sowie hinten Stefan Seitz, Markus Albert, Jonas Heimann und Lisa Adelhardt. Vorne Vinzenz Schilay, Hannes Dütsch, die jüngste Spielerin Ariadni Vachtanidon (6 Jahre) und Matvei Malykh - weitere Fotos folgen
 

Vor Turnierbeginn war es die große Frage: Würden die neun Gäste aus Höchstadts russischer Partnerstadt Krasnogorsk alle Konkurrenten besiegen - oder würden die Sieger aus dem fränkischen Umland kommen?

Neun Schüler vom Schachclub aus Krasnogorsk sind im Rahmen der Städtepartnerschaft bis Dienstag zu Gast in Höchstadt. Das Rahmenprogramm führt sie nach Rothenburg, Neuhaus, Vestenbergsgreuth - sowie natürlich oft ans Schachbrett. Nach dem Simultan gegen Großmeister Dr. Helmut Pfleger ging es nun gegen 38 Jugendliche aus Franken. Die Kommunikation am Schachbrett funktionierte dabei fast immer auch ohne gemeinsame Sprachkenntnisse.

Tatsächlich behielt Krasnogorsks bestes Talent Dimitri Emelianenko die Oberhand und gewann alle sieben Partien. Er wusste die zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Partie am besten zu nutzen und dominierte das Turnier. Als bester U14-Spieler und Gesamtsieger nimmt er zwei Pokale mit nach Russland. Die U14 war generell am besten: Markus Albert vom SC Ansbach und Lisa Adelhardt vom SC Erlangen (beide 5,5 Punkte) folgten auch im Gesamtklassement auf Rang 2 und 3. Bester U12-Spieler wurde Matvei Malykh vom Garde-Club Krasnogorsk. In der U18 und der U16 gingen die Titel hingegen an den SC Forchheim: Jonas Heimann und Stefan Seitz freuten sich ebenfalls über Siegerpokale. Bester U10-Spieler wurde Vinzenz Schilay vom SK Neumarkt, in der U8 siegte Hannes Dütsch vom SK Schweinfurt.

Die vier Höchstadter schafften es diesmal nicht auf die Siegesränge. Jan Bieberle, Merle Gorka und Felix Stier (alle U14) kamen auf Platz 8, 9 und 14 und damit ins obere Drittel. Für Maite Gorka (U12) reichte es mit 3 Punkten für Platz 32.

Die Turnierleiter um Elias Pfann und Reiner Schulz sowie die Schiedsrichter Daniel Albert und Michael Brunsch hatten bei den fairen Partien nur selten Grund einzuschreiten. Nach sechs anstrengenden Schachstunden - mit Pausen auf dem neuen Fußballfeld - verteilten sie Pokale und Urkunden sowie Sachpreise für jeden Teilnehmer. Gefördert wurde das Turnier durch die Fahrschule Heike Striegel sowie die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.

 

sd